Wenn ein Gymnasium auf Rachefeldzug geht – zumindest literarisch
Die gesamte Französisch lernende Oberstufe hat sich in diesem Semester auf eine Reise begeben, die selbst Edmond Dantès stolz gemacht hätte. Erst wurde Le Comte de Monte Cristo in Buchform bezwungen – inklusive aller Intrigen, Identitätswechsel und moralischen Abgründe. Danach folgte der Film (2024), der uns zeigte, wie unterschiedlich Gerechtigkeit aussehen kann, wenn Hollywood mitmischt.
Als krönender Abschluss stand ein Besuch im Studio Molière auf dem Programm, wo die Geschichte live auf der Bühne zum Leben erwachte und so manche:r merkte, dass Rache in Theatern noch besser schmeckt als auf Papier.
Natürlich wurde nicht nur konsumiert, sondern auch klug verglichen und reflektiert: Wie verändert sich Dantès’ Weg von der Verzweiflung zur Selbstermächtigung je nach Medium? Welche Figuren gewinnen, welche verlieren? Und war der Graf von Monte Christo eigentlich ein Held?
Kurzum: Drei Perspektiven, ein Klassiker – und eine Oberstufe, die nun bestens gewappnet ist, um selbst den düstersten Kerker der französischen Literatur zu erhellen.


